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Arbeitszeitrechner

Beginn, Ende und Pausen eintragen: Sie sehen sofort die Netto-Arbeitszeit in Stunden und dezimal – und ob Pause, Tageshöchstarbeitszeit und Ruhezeit dem Arbeitszeitgesetz entsprechen.

  • Netto, brutto, dezimalMinutengenau – auch über Mitternacht und mit mehreren Pausen.
  • Pause nach § 4 ArbZGDauer, 15-Minuten-Abschnitte und Lage der Pause werden geprüft.
  • Ruhezeit und NachtarbeitFrühester nächster Dienst und Stunden in der Nachtzeit.
  • Rechnet nur im BrowserKeine Anmeldung, keine Übertragung Ihrer Zeiten.

Ende vor Beginn? Dann wird als Nachtschicht bis zum Folgetag gerechnet.

Pausen

Mit Beginn-Uhrzeit prüft der Rechner zusätzlich, ob spätestens nach 6 Stunden pausiert wurde.

Netto-Arbeitszeit
8:00 h

08:00 → 16:30 = 8:30 h Anwesenheit − 0:30 h Pause = 8:00 h = 8,00 h dezimal

Dezimal
8,00 h
Anwesenheit (brutto)
8:30 h
Pausen
30 min
Über-/Minusstunden
0:00 h
in der Nachtzeit
0:00 h
Lohn (brutto)
–

    Die Berechnung läuft vollständig in Ihrem Browser; Eingaben werden nicht an einen Server übertragen. Keine Rechtsberatung – Tarifverträge und Betriebsvereinbarungen können abweichen. So rechnen wir.

    Beispiele laden: Nachtschicht 22–6 Uhr · Langer Tag mit zwei Pausen · 6:20 h Anwesenheit, Pause automatisch · Teilzeit-Vormittag

    Was ist ein Arbeitszeitrechner?

    Ein Arbeitszeitrechner ermittelt, wie lange Sie an einem Tag tatsächlich gearbeitet haben: die Zeit zwischen Arbeitsbeginn und Arbeitsende, abzüglich der Pausen. Das Ergebnis heißt Netto-Arbeitszeit. Sie ist die Zahl, die auf den Stundenzettel, in die Gleitzeitabrechnung oder in die Rechnung an einen Auftraggeber gehört.

    Von Hand ist das schnell falsch: Uhrzeiten haben 60 Minuten, nicht 100; Nachtschichten laufen über Mitternacht; und ob die Pause lang genug war, hängt von der Arbeitszeit selbst ab. Dieser Rechner übernimmt alle drei Schritte und prüft das Ergebnis zusätzlich gegen das Arbeitszeitgesetz.

    Warum diesen Rechner verwenden?

    • Richtig mit Minuten rechnen: 16:30 − 7:45 sind 8:45 Stunden, nicht 8,85. Der Rechner zeigt beide Schreibweisen – Stunden:Minuten und Dezimalstunden.
    • Nachtschichten ohne Umweg: Liegt das Ende vor dem Beginn, rechnet er automatisch bis zum Folgetag.
    • Rechtliche Prüfung im selben Schritt: Pause nach § 4 ArbZG, 10-Stunden-Grenze nach § 3 und die 11 Stunden Ruhezeit bis zum nächsten Arbeitsbeginn nach § 5 – jeweils mit Paragraph.
    • Soll und Ist vergleichen: Mit Ihrer vertraglichen Tagesarbeitszeit sehen Sie sofort Über- oder Minusstunden.
    • Nachvollziehbar: Unter dem Ergebnis steht der Rechenweg; Sie können jede Zahl nachprüfen.

    Was kann dieser Rechner berechnen?

    Der Rechner hat eine Grundrechnung und drei Varianten, die sich über die Eingaben steuern lassen:

    VarianteWann sinnvollSo einstellenErgebnis
    Tatsächliche PausenSie wissen, wann und wie lange Sie Pause gemacht haben.Pausen einzeln eintragen, optional mit UhrzeitNetto-Zeit + Prüfung, ob die Pausen gesetzlich reichen
    Gesetzliche MindestpauseSie planen einen Tag oder kennen nur Kommen und Gehen.„Gesetzliche Mindestpause automatisch ansetzen“Netto-Zeit mit der kleinsten zulässigen Pause
    NachtschichtDie Schicht beginnt vor und endet nach Mitternacht.Ende früher als Beginn eintragenNetto-Zeit + Stunden in der Nachtzeit
    JugendlicheBeschäftigte unter 18, z. B. Auszubildende.„Regeln für: Jugendliche“Prüfung nach Jugendarbeitsschutzgesetz

    Für mehrere Tage gibt es eigene Rechner: den Wochenarbeitszeit-Rechner für eine Woche und den Stundenzettel für einen ganzen Monat mit Feiertagen. Wer wissen will, wann er heute gehen kann, rechnet rückwärts mit dem Feierabend-Rechner.

    Die Eingaben erklärt

    Arbeitsbeginn

    Die Uhrzeit, zu der die Arbeit beginnt – nicht die Ankunft am Parkplatz. Zählt Umziehen bei Ihnen zur Arbeitszeit (etwa bei vorgeschriebener Dienstkleidung im Betrieb), tragen Sie den Beginn vor dem Umziehen ein. Beispiel: 07:45.

    Arbeitsende

    Die Uhrzeit, zu der Sie die Arbeit beenden. Liegt sie vor dem Beginn, gilt sie als Uhrzeit am Folgetag. Häufiger Fehler: bei einer Nachtschicht „30:00“ oder „6:00 + 24“ eingeben – einfach 06:00 genügt.

    Pausen

    Jede Unterbrechung als eigene Zeile in Minuten, z. B. 30 für die Mittagspause und 15 für eine Frühstückspause. Mit der optionalen Uhrzeit des Pausenbeginns prüft der Rechner, ob Sie spätestens nach 6 Stunden pausiert haben. Häufiger Fehler: drei Kaffeepausen à 5 Minuten als Pause verbuchen – Unterbrechungen unter 15 Minuten gelten rechtlich nicht als Ruhepause.

    Gesetzliche Mindestpause automatisch ansetzen

    Blendet die Pausenzeilen aus und setzt die kleinste Pause an, die für Ihre Anwesenheit gesetzlich genügt. Das ist nicht immer 30 Minuten: Bei 6:20 Stunden Anwesenheit reichen 20 Minuten, weil danach genau 6 Stunden Arbeit bleiben.

    Soll-Arbeitszeit pro Tag

    Ihre vertragliche Tagesarbeitszeit: Wochenstunden geteilt durch Arbeitstage. 40 Stunden an 5 Tagen sind 8:00, 39 Stunden sind 7:48, 38,5 Stunden sind 7:42. Dezimaleingaben wie 7,8 funktionieren ebenfalls. Leer lassen, wenn Sie keinen Soll-Vergleich brauchen.

    Stundenlohn (optional)

    Bruttostundenlohn in Euro, z. B. 18,50. Der Rechner multipliziert ihn mit den Netto-Dezimalstunden. Zuschläge, Steuern und Sozialabgaben sind nicht enthalten.

    Regeln für Erwachsene oder Jugendliche

    Für Beschäftigte unter 18 gilt statt des Arbeitszeitgesetzes das Jugendarbeitsschutzgesetz mit strengeren Grenzen: längere Pausen, höchstens 8 Stunden am Tag, 12 Stunden Freizeit zwischen zwei Arbeitstagen.

    Bäckerei/Konditorei

    Verschiebt die gesetzliche Nachtzeit von 23–6 Uhr auf 22–5 Uhr (§ 2 Abs. 3 ArbZG). Das beeinflusst nur die Anzeige der Nachtstunden.

    Die Ergebnisse erklärt

    ErgebnisBedeutungWofür Sie es brauchen
    Netto-ArbeitszeitAnwesenheit minus Pausen, in Stunden:MinutenStundenzettel, Gleitzeit, Nachweis
    DezimalNetto-Arbeitszeit als Kommazahl (Minuten ÷ 60)Lohnabrechnung, Rechnungen, Excel
    Anwesenheit (brutto)Zeit von Beginn bis Ende, inklusive PausenPlanung, Vergleich mit Stempelzeiten
    PausenSumme aller eingetragenen (oder automatisch angesetzten) PausenKontrolle der Eingabe
    Über-/MinusstundenNetto minus Soll; Plus = mehr gearbeitet als vereinbartArbeitszeitkonto
    in der NachtzeitAnwesenheit zwischen 23 und 6 Uhr, ohne Pausen mit bekannter UhrzeitNachtarbeit erkennen
    Lohn (brutto)Dezimalstunden × StundenlohnTagesverdienst abschätzen

    Darunter stehen die Prüfungen: grün = eingehalten, gelb = Hinweis (zulässig unter Bedingungen), rot = Verstoß nach Gesetz, blau = Information wie der früheste erlaubte Arbeitsbeginn am nächsten Tag. Welche Regeln im Detail gelten, erklärt der Ratgeber Pausenregelung.

    So verwenden Sie den Rechner

    Schritt 1: Beginn und Ende eintragen

    Uhrzeiten laut Stempeluhr oder eigener Notiz. Das Ergebnis erscheint sofort, ohne Klick auf „Berechnen“.

    Schritt 2: Pausen erfassen

    Jede Pause in Minuten. Wenn Sie wissen, wann Sie Pause gemacht haben, tragen Sie auch die Uhrzeit ein. Für weitere Pausen „+ Pause hinzufügen“.

    Schritt 3: Soll-Arbeitszeit prüfen

    Voreingestellt sind 8:00 Stunden. Passen Sie den Wert an Ihren Vertrag an, damit Über- und Minusstunden stimmen.

    Schritt 4: Ergebnis und Prüfungen lesen

    Netto-Zeit und Dezimalwert übernehmen Sie in Ihren Stundenzettel. Rote Hinweise zeigen, was nach dem Arbeitszeitgesetz nicht passt.

    Schritt 5: Ergebnis sichern

    „Ergebnis kopieren“ legt eine Textzeile in die Zwischenablage, „Link kopieren“ eine Adresse mit allen Eingaben – praktisch als Lesezeichen oder zum Weiterleiten.

    Formel und Rechenweg

    Netto-Arbeitszeit = (Arbeitsende − Arbeitsbeginn) − Σ Pausen
    Dezimalstunden    = Netto-Minuten ÷ 60
    Über-/Minusstunden = Netto-Arbeitszeit − Soll-Arbeitszeit
    Frühester nächster Beginn = Arbeitsende + 11:00 h
    • Arbeitsende − Arbeitsbeginn: die Anwesenheit. Ist das Ende kleiner als der Beginn, werden 24 Stunden addiert.
    • Σ Pausen: Summe aller Pausen in Minuten.
    • Netto-Minuten ÷ 60: wandelt Minuten in Stunden mit Nachkommastellen um; angezeigt wird auf zwei Stellen gerundet.

    Die Grundlage ist § 2 Abs. 1 ArbZG: Arbeitszeit ist „die Zeit vom Beginn bis zum Ende der Arbeit ohne die Ruhepausen“. Intern rechnet das Tool in ganzen Minuten, damit beim Addieren keine Rundungsfehler entstehen. Die vollständige Herleitung, auch der automatischen Mindestpause, steht in der Methodik.

    Beispielberechnungen

    Bürotag mit Mittagspause

    Eingabe: Beginn 7:45 Uhr, Ende 16:30 Uhr, 45 Minuten Pause um 12:00 Uhr, Soll 8:00 h.
    Rechnung: 16:30 − 7:45 = 8:45 h Anwesenheit; 8:45 − 0:45 = 8:00 h.
    Ergebnis: 8:00 Stunden netto = 8,00 Dezimalstunden, 0:00 Überstunden. Die Pause ist ausreichend, der längste Block ohne Pause dauert 4:15 h.

    Nachtschicht in der Pflege

    Eingabe: Beginn 22:00 Uhr, Ende 6:00 Uhr, 30 Minuten Pause um 2:00 Uhr.
    Rechnung: 6:00 + 24:00 − 22:00 = 8:00 h Anwesenheit; − 0:30 = 7:30 h.
    Ergebnis: 7:30 Stunden = 7,50 Dezimalstunden. 6:30 Stunden liegen in der Nachtzeit (23–6 Uhr) – das ist Nachtarbeit im Sinne des § 2 Abs. 4 ArbZG. Frühester nächster Beginn: 17:00 Uhr. Den Nachtzuschlag rechnet der Nachtarbeit-Rechner aus.

    Der 6-Stunden-Grenzfall

    Eingabe: Beginn 8:00 Uhr, Ende 14:20 Uhr, Pause automatisch.
    Rechnung: 6:20 h Anwesenheit. Ohne Pause wären es mehr als 6 Stunden Arbeit, also 30 Minuten Pflicht. Mit 20 Minuten Pause bleiben genau 6:00 Stunden – dafür ist keine Pause vorgeschrieben.
    Ergebnis: 20 Minuten Pause, 6:00 Stunden netto. Bei 9:40 Stunden Anwesenheit gilt dasselbe Prinzip an der 9-Stunden-Grenze: 40 Minuten genügen.

    Was das Ergebnis beeinflusst

    • Wo die Arbeitszeit beginnt und endet: Umkleiden, Rüstzeiten oder das Hochfahren des Rechners können dazugehören – das regelt Ihr Betrieb bzw. Tarifvertrag; die Einzelfälle erklärt der Ratgeber Was zählt zur Arbeitszeit?.
    • Welche Unterbrechungen Pausen sind: Nur Zeiten, in denen Sie frei über Ihre Zeit verfügen können, sind Pausen. Wer in der „Pause“ ans Telefon muss, arbeitet.
    • Rundung im Betrieb: Manche Zeiterfassungen runden auf 5 oder 15 Minuten. Der Rechner rundet nicht.
    • Personengruppe: Für Jugendliche gelten andere Pausen- und Höchstzeiten.
    • Tarifvertrag und Betriebsvereinbarung: Sie können Pausen, Ruhezeiten und Ausgleichszeiträume abweichend regeln (§ 7 ArbZG).

    Arbeitszeit im Zusammenhang

    Die tägliche Netto-Arbeitszeit ist der Baustein, aus dem sich alle weiteren Größen zusammensetzen:

    • Wochenarbeitszeit: die Summe der Tage. Das Gesetz erlaubt im Schnitt 48 Stunden (6 Werktage × 8 h). Summieren und prüfen: Woche berechnen.
    • Pausen: 30 Minuten ab mehr als 6 Stunden, 45 Minuten ab mehr als 9 Stunden – Details und Grenzfälle in der Pausenregelung.
    • Ruhezeit: 11 Stunden zwischen zwei Arbeitstagen; für geplante Dienste gibt es den Ruhezeit-Rechner.
    • Überstunden und Arbeitszeitkonto: Die Tagesdifferenz zum Soll sammelt sich im Konto; den Stand über Wochen und Monate zeigt der Überstunden-Rechner.
    • Dezimalstunden: Lohnprogramme rechnen in Hundertsteln. Umrechnen und Zeiten addieren: Stunden in Dezimal umrechnen.
    • Teilzeit: Wie viele Stunden pro Tag ein Teilzeitvertrag bedeutet, zeigt der Teilzeit-Rechner.
    • Höchstarbeitszeit: Bis zu 10 Stunden am Tag sind erlaubt, wenn der Schnitt über 24 Wochen bei 8 Stunden bleibt – alle Grenzwerte im Überblick unter Arbeitszeitgesetz in Zahlen.

    Wer den Rechner nutzt

    • Arbeitnehmer mit Stundenzettel, die ihre Zeiten täglich nachhalten oder die Abrechnung des Arbeitgebers prüfen wollen.
    • Schichtarbeitende in Pflege, Produktion, Logistik und Gastronomie, deren Dienste über Mitternacht gehen.
    • Minijobber und Teilzeitkräfte, die stundengenau abrechnen.
    • Auszubildende unter 18 und ihre Ausbilder, für die das Jugendarbeitsschutzgesetz gilt.
    • Teamleitungen und kleine Betriebe, die einen Dienst vor der Planung gegen das Arbeitszeitgesetz prüfen.
    • Selbstständige und Freiberufler, die Stunden in Dezimal für eine Rechnung brauchen (für sie gilt das Arbeitszeitgesetz selbst nicht).

    Typische Fehler beim Arbeitszeit berechnen

    Minuten wie Dezimalstellen behandeln

    7 Stunden 30 Minuten sind 7,5 Stunden, nicht 7,30. Der Fehler entsteht, weil Uhrzeiten wie Kommazahlen aussehen. Der Rechner zeigt beide Schreibweisen getrennt, damit Sie im Stundenzettel die richtige verwenden.

    Nachtschicht mit negativem Ergebnis

    6:00 − 22:00 ergibt rechnerisch −16 Stunden. Richtig ist, über Mitternacht zu rechnen. Der Rechner erkennt den Fall automatisch.

    Kurze Unterbrechungen als Pause abziehen

    Drei Pausen à 10 Minuten sind zusammen 30 Minuten, erfüllen aber die Pausenpflicht nicht, weil jeder Abschnitt mindestens 15 Minuten lang sein muss. Der Rechner zieht sie ab, meldet aber, dass keine anrechenbare Ruhepause vorliegt.

    Pause ans Ende legen

    „Ich mache keine Pause und gehe 30 Minuten früher“ erfüllt die Pflicht nicht: Spätestens nach 6 Stunden muss die Arbeit unterbrochen werden. Tragen Sie die Uhrzeit der Pause ein, dann prüft der Rechner das.

    Brutto statt netto notieren

    Wer nur „8–17 Uhr“ aufschreibt, hat 9 Stunden Anwesenheit, aber 8:15 oder 8:30 Stunden Arbeitszeit. Der Rechner zeigt beide Werte nebeneinander.

    Tipps für genaue Ergebnisse

    • Zeiten zeitnah notieren – aus dem Gedächtnis rekonstruierte Zeiten sind im Streitfall wenig wert.
    • Pausen mit Uhrzeit eintragen, wenn Sie sie kennen; nur dann lässt sich die 6-Stunden-Regel prüfen.
    • Die Soll-Arbeitszeit aus dem Vertrag ableiten, nicht schätzen: Wochenstunden ÷ Arbeitstage.
    • Für die Lohnabrechnung den Dezimalwert übernehmen, für die eigene Kontrolle die Stunden:Minuten.
    • Bei mehreren Tagen erst in Minuten addieren und dann umrechnen – so macht es der Wochenrechner.

    Rechtliche Hinweise

    Die Prüfungen beziehen sich auf das deutsche Arbeitszeitgesetz (ArbZG) in der Fassung vom 23.10.2024 und das Jugendarbeitsschutzgesetz. Sie gelten für Arbeitnehmer in Deutschland; leitende Angestellte (§ 18 ArbZG) sowie Selbstständige sind nicht erfasst. Tarifverträge und Betriebsvereinbarungen dürfen in bestimmten Grenzen abweichen (§§ 7, 12 ArbZG), Sonderregeln etwa für Fahrpersonal (§ 21a) bildet der Rechner nicht ab. Die Nachtruhe für Jugendliche (§ 14 JArbSchG: Beschäftigung grundsätzlich nur zwischen 6 und 20 Uhr) prüft er ebenfalls nicht.

    Die Ergebnisse sind eine Rechenhilfe und keine Rechtsberatung. Für den Einzelfall sind Betriebsrat, Gewerkschaft oder eine Fachanwältin bzw. ein Fachanwalt für Arbeitsrecht die richtigen Ansprechpartner. Die geplante Reform 2026 ist noch nicht berücksichtigt, weil sie nicht in Kraft ist – Stand im Ratgeber ArbZG-Reform 2026.

    Häufige Fragen

    Wie berechne ich meine Arbeitszeit von Hand?

    Ziehen Sie den Arbeitsbeginn vom Arbeitsende ab und dann die Pausen. Rechnen Sie Stunden und Minuten getrennt: 16:30 − 7:45 → 16:30 − 7:00 = 9:30, minus 45 Minuten = 8:45. Davon 45 Minuten Pause abziehen ergibt 8:00 Stunden.

    Zählt die Pause zur Arbeitszeit?

    Nein. Ruhepausen sind nach § 2 Abs. 1 ArbZG keine Arbeitszeit und werden in der Regel nicht bezahlt, sofern Arbeits- oder Tarifvertrag nichts anderes regeln.

    Wie rechne ich eine Nachtschicht über Mitternacht?

    Addieren Sie 24 Stunden zum Arbeitsende: 22:00 bis 6:00 Uhr ergibt 30:00 − 22:00 = 8:00 Stunden Anwesenheit. Der Rechner macht das automatisch, sobald das Ende vor dem Beginn liegt.

    Wie berechne ich die Arbeitszeit ohne Pause?

    Lassen Sie das Pausenfeld leer: Dann ist die Netto-Arbeitszeit gleich der Anwesenheit. Bei mehr als 6 Stunden meldet der Rechner allerdings, dass eine Pause vorgeschrieben ist.

    Warum setzt der Rechner 20 Minuten Pause statt 30 an?

    Maßgeblich ist die Arbeitszeit ohne Pause. Bei 6:20 Stunden Anwesenheit bleiben nach 20 Minuten Pause genau 6 Stunden Arbeit, und dafür ist keine längere Pause vorgeschrieben. Die Option „automatisch“ setzt immer die kleinste Pause an, die das Gesetz erfüllt.

    Zählen kurze Kaffeepausen als Pause?

    Nicht im Sinne des Arbeitszeitgesetzes. Eine Ruhepause muss mindestens 15 Minuten dauern. Kürzere Unterbrechungen gelten rechtlich als Arbeitszeit, auch wenn der Arbeitgeber sie nicht bezahlt.

    Was bedeutet „frühester nächster Arbeitsbeginn“?

    Zwischen zwei Arbeitstagen müssen 11 Stunden Ruhezeit liegen (§ 5 ArbZG), für Jugendliche 12 Stunden. Der Rechner addiert diese Zeit zu Ihrem Arbeitsende. Wer um 22:00 Uhr aufhört, darf frühestens um 9:00 Uhr wieder anfangen.

    Warum weicht mein Ergebnis von der Zeiterfassung meines Arbeitgebers ab?

    Häufige Gründe: Die Zeiterfassung rundet auf volle 5 oder 15 Minuten, zieht automatisch eine Pause ab oder zählt Umkleide- und Rüstzeiten anders. Vergleichen Sie Beginn, Ende und Pause einzeln – der Rechenweg unter dem Ergebnis hilft dabei.

    Wie genau ist die Berechnung?

    Minutengenau. Gerundet wird nur die Anzeige der Dezimalstunden auf zwei Nachkommastellen; eine Minute entspricht 0,0167 Stunden.

    Kann ich mehrere Tage auf einmal berechnen?

    Ja, mit dem Wochenarbeitszeit-Rechner für sieben Tage oder dem Stundenzettel für einen ganzen Monat. Beide nutzen dieselbe Rechenlogik und prüfen zusätzlich die Ruhezeit zwischen den Tagen.

    Gilt der Rechner auch für Österreich oder die Schweiz?

    Die reine Zeitrechnung ja, die rechtlichen Prüfungen nicht: Sie beruhen auf deutschem Recht. In Österreich und der Schweiz gelten eigene Pausen- und Höchstarbeitszeitregeln.

    Werden meine Eingaben gespeichert?

    Nein. Die Berechnung läuft im Browser. Damit Sie eine Berechnung teilen können, stehen die Werte in der Adresszeile hinter dem Zeichen „#“ – diesen Teil senden Browser nicht an den Server.

    Fazit

    Mit Arbeitsbeginn, Arbeitsende und Pausen liefert der Arbeitszeitrechner die Netto-Arbeitszeit in Stunden und dezimal, die Differenz zu Ihrem Soll und eine Prüfung nach Arbeitszeitgesetz. Er richtet sich an alle, die ihre tägliche Arbeitszeit sauber festhalten wollen – vom Bürojob bis zur Nachtschicht.

    Verwandte Rechner

    Hintergründe zu Pausen, Höchstarbeitszeit und Zeiterfassung finden Sie gesammelt im Ratgeber Arbeitszeit.

    Quellen