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Wochenarbeitszeit-Rechner

Tragen Sie für jeden Tag Beginn, Ende und Pause ein. Der Rechner summiert die Woche, vergleicht mit Ihrem Soll und prüft Pausen, 10-Stunden-Grenze und die 11 Stunden Ruhezeit zwischen den Schichten.

TagBeginnEndePause (min)Netto
Montag–
Dienstag–
Mittwoch–
Donnerstag–
Freitag–
Samstag–
Sonntag–

Leere Zeile = freier Tag. Ende vor Beginn = Schicht bis zum Folgetag. * = gesetzliche Mindestpause angesetzt.

Wochensumme (netto)
40:00 h
Dezimal
40,00 h
Über-/Minusstunden
0:00 h
Arbeitstage
5
Ø pro Arbeitstag
8:00 h

    Die Berechnung läuft vollständig in Ihrem Browser; Eingaben werden nicht an einen Server übertragen. Keine Rechtsberatung – Tarifverträge und Betriebsvereinbarungen können abweichen. So rechnen wir.

    Beispielwochen laden: 4-Tage-Woche (4 × 9:45 h) · Nachtschicht Mo–Fr · Schichtwechsel mit zu kurzer Ruhezeit · Teilzeit 20 h

    Was ist die Wochenarbeitszeit?

    Die Wochenarbeitszeit ist die Summe der Netto-Arbeitszeiten von Montag bis Sonntag – also ohne Pausen. Im Arbeitsvertrag steht sie meist als feste Zahl („39 Stunden pro Woche“), in der Realität schwankt sie: ein langer Dienstag, ein kurzer Freitag, eine Schicht am Samstag.

    Der Wochenarbeitszeit-Rechner erfasst jeden Tag einzeln, addiert die Tage und vergleicht die Summe mit Ihrem Wochen-Soll. Weil er alle Tage kennt, prüft er auch, was ein Tagesrechner nicht sehen kann: die Ruhezeit zwischen zwei Schichten und die Grenzen für die ganze Woche.

    Warum die Woche statt einzelner Tage berechnen?

    • Eine Zahl für den Stundenzettel: Wochensumme in Stunden:Minuten und dezimal, ohne Zwischensummen von Hand.
    • Überstunden sofort sichtbar: Differenz zum vertraglichen Wochen-Soll, positiv oder negativ.
    • Schichtwechsel prüfen: Nach einer Spätschicht bis 22 Uhr ist eine Frühschicht um 6 Uhr nicht erlaubt. Der Rechner findet solche Wechsel.
    • Grenzen der Woche: Hinweis ab 48 Stunden, Verstoß ab 60 Stunden; für Jugendliche 40 Stunden an höchstens 5 Tagen.
    • Weitergeben statt abtippen: CSV für Excel, Tabelle für E-Mail, Link zum Speichern.

    Was kann dieser Rechner berechnen?

    SituationSo einstellenWas der Rechner liefert
    Feste Arbeitswoche, bekannte PausenBeginn, Ende, Pause je TagTageswerte, Summe, Soll/Ist
    Nur Kommen und Gehen bekanntPausen leer lassen, „Leere Pausenfelder mit gesetzlicher Mindestpause füllen“Summe mit der kleinsten zulässigen Pause je Tag (markiert mit *)
    Schichtarbeit, auch über MitternachtEnde vor Beginn eintragenNetto je Schicht + Ruhezeit zum nächsten Dienst
    4-Tage-Woche oder Teilzeitfreie Tage leer lassen, Soll anpassenSumme, Ø pro Arbeitstag, Hinweis bei Tagen über 8 h
    Auszubildende unter 18„Regeln für: Jugendliche“Prüfung nach Jugendarbeitsschutzgesetz

    Für eine längere Planung mit Datum und Feiertagen eignet sich der Schichtplan-Prüfer; für die monatliche Abrechnung mit Urlaub und Krankheit der Stundenzettel.

    Die Eingaben erklärt

    Beginn und Ende je Tag

    Uhrzeiten wie auf der Stempeluhr, z. B. 07:30 und 16:00. Ein Tag ohne Eintrag gilt als frei. Endet eine Schicht nach Mitternacht, tragen Sie sie in der Zeile des Tages ein, an dem sie beginnt.

    Pause (min)

    Die Summe der Pausen des Tages in Minuten, z. B. 45. Anders als im Tagesrechner gibt es hier nur ein Feld pro Tag; die Lage der Pause wird daher nicht geprüft. Häufiger Fehler: Pausen mehrerer Tage in ein Feld schreiben.

    Soll pro Woche

    Ihre vertragliche Wochenarbeitszeit, z. B. 40:00, 38,5 oder 39:00. Fällt ein Feiertag in die Woche, ziehen Sie dessen Tages-Soll ab (bei 39 Stunden und 5 Tagen: 7:48 h), sonst erscheinen Minusstunden, die keine sind.

    Regeln für

    Erwachsene werden nach dem Arbeitszeitgesetz geprüft, Beschäftigte unter 18 nach dem Jugendarbeitsschutzgesetz.

    Leere Pausenfelder mit gesetzlicher Mindestpause füllen

    Setzt für Tage ohne Pausenangabe die kleinste gesetzlich ausreichende Pause an. Praktisch für die Planung; für die Abrechnung sollten Sie die tatsächlichen Pausen eintragen.

    Die Ergebnisse erklärt

    ErgebnisBedeutung
    Netto (je Tag)Ende − Beginn − Pause. Rot: Verstoß an diesem Tag, gelb: über 8 h bei mehr als 48 h in der Woche.
    WochensummeSumme aller Tage in Stunden:Minuten – der Wert für den Stundenzettel.
    DezimalWochensumme in Hundertstelstunden für Lohn- und Zeiterfassungsprogramme.
    Über-/MinusstundenWochensumme − Soll. Plus = Guthaben, Minus = Rückstand.
    ArbeitstageAnzahl der Tage mit Eintrag.
    Ø pro ArbeitstagWochensumme ÷ Arbeitstage – zeigt, wie lang ein typischer Tag war.

    Die Hinweise darunter nennen Tag, Problem und Paragraph, z. B. „Montag → Dienstag: nur 8:00 h Ruhezeit“.

    So verwenden Sie den Rechner

    Schritt 1: Beispielwoche anpassen oder leeren

    Voreingestellt ist Montag bis Freitag 8:00–16:30 Uhr mit 30 Minuten Pause. Überschreiben Sie die Zeiten oder starten Sie mit „Alle Tage leeren“.

    Schritt 2: Tage eintragen

    Beginn, Ende und Pause für jeden Arbeitstag. Freie Tage leer lassen.

    Schritt 3: Wochen-Soll setzen

    Aus dem Arbeitsvertrag übernehmen und um Feiertage kürzen.

    Schritt 4: Ergebnis und Hinweise prüfen

    Summe, Differenz und rot markierte Tage oder Schichtwechsel durchgehen.

    Schritt 5: Exportieren

    „CSV herunterladen“ für Excel, „Tabelle kopieren“ für E-Mail oder Chat, „Link kopieren“ zum Speichern der Woche.

    Formel

    Tag netto    = (Ende − Beginn) − Pause        (Ende ≤ Beginn → +24 h)
    Woche        = Σ Tag netto  (Montag bis Sonntag)
    Differenz    = Woche − Soll
    Ruhezeit     = Beginn Folgetag − Ende Vortag   (muss ≥ 11 h sein)
    • Tag netto: Netto-Arbeitszeit eines Tages in Minuten.
    • Σ: Summe über alle eingetragenen Tage; addiert wird in Minuten, erst danach wird in Stunden umgerechnet.
    • Ruhezeit: Abstand zwischen dem Ende einer Schicht und dem Beginn der nächsten, über Mitternacht gerechnet.

    Beispielrechnungen

    39-Stunden-Woche mit einem langen Tag

    Eingabe: Mo–Do 7:30–16:00 mit 30 min Pause, Fr 7:30–13:00 ohne Pause, Soll 39:00.
    Rechnung: 4 × (8:30 − 0:30) = 32:00 h; Freitag 5:30 h; Summe 37:30 h.
    Ergebnis: 37:30 Stunden = 37,50 dezimal, Differenz −1:30 h. Am Freitag ist bei 5:30 Stunden keine Pause vorgeschrieben, der Rechner meldet daher nichts.

    Schichtwechsel mit zu kurzer Ruhezeit

    Eingabe: Mo Spätschicht 14–22 Uhr, Di und Mi Frühschicht 6–14 Uhr, Do und Fr Spätschicht, jeweils 30 min Pause.
    Rechnung: 5 × 7:30 h = 37:30 h. Ruhezeit Mo 22:00 → Di 6:00 = 8:00 h.
    Ergebnis: Die Summe ist unproblematisch, der Wechsel von Montag auf Dienstag aber nicht: 3 Stunden fehlen zur gesetzlichen Ruhezeit. Der Wechsel Mi 14:00 → Do 14:00 ist mit 24 Stunden in Ordnung. Kürzere Ruhezeiten sind nur in den Branchen des § 5 Abs. 2 ArbZG mit Ausgleich oder aufgrund eines Tarifvertrags (§ 7 ArbZG) zulässig.

    4-Tage-Woche

    Eingabe: Mo–Do 7:00–17:30 mit 45 min Pause, Soll 39:00.
    Rechnung: 4 × (10:30 − 0:45) = 4 × 9:45 h = 39:00 h.
    Ergebnis: Soll erfüllt. Die Tage über 8 Stunden sind zulässig, weil die Woche mit 39 Stunden unter den 48 Stunden liegt, die das Gesetz im Durchschnitt erlaubt – der Rechner zeigt dazu einen Hinweis, keinen Verstoß.

    Was das Ergebnis beeinflusst

    • Feiertage: mindern das Soll, nicht die Wochensumme – Soll entsprechend kürzen.
    • Urlaub und Krankheit: gelten als erbrachte Arbeitszeit; im Wochenrechner Soll kürzen oder den Stundenzettel verwenden, der sie automatisch gutschreibt.
    • Pausen: Jede Minute Pause mindert die Summe. Kurze Unterbrechungen unter 15 Minuten gelten rechtlich nicht als Pause.
    • Zuordnung von Nachtschichten: Eine Schicht gehört zum Tag ihres Beginns, auch wenn der größere Teil am Folgetag liegt. Nachtstunden und Nachtzuschlag je Schicht zeigt der Nachtarbeit-Rechner.
    • Mehrere Arbeitgeber: Für das Arbeitszeitgesetz werden alle Beschäftigungen zusammengerechnet (§ 2 Abs. 1 ArbZG).

    Wochenarbeitszeit und Gesetz

    Das Arbeitszeitgesetz kennt keine Wochengrenze im Wortlaut, sondern eine tägliche: 8 Stunden je Werktag, bis zu 10 Stunden, wenn der Durchschnitt über 6 Monate oder 24 Wochen wieder bei 8 Stunden liegt (§ 3 ArbZG). Weil der Samstag ein Werktag ist, ergeben sich daraus die Wochenwerte:

    GrenzeWertHerleitung
    Durchschnittliche Wochenarbeitszeit48 h6 Werktage × 8 h, § 3 Satz 1 ArbZG
    Höchstwert in einer einzelnen Woche60 h6 Werktage × 10 h, § 3 Satz 2 ArbZG, nur mit Ausgleich
    Jugendliche40 h an höchstens 5 Tagen§ 8 Abs. 1, § 15 JArbSchG
    Ruhezeit zwischen zwei Arbeitstagen11 h (Jugendliche 12 h)§ 5 ArbZG, § 13 JArbSchG
    Sonntaggrundsätzlich arbeitsfrei§ 9 ArbZG, Ausnahmen § 10

    Wer von Montag bis Freitag arbeitet, darf also an einzelnen Tagen länger als 8 Stunden arbeiten, ohne die Wochengrenze zu berühren. Ob der Durchschnitt über mehrere Monate stimmt, rechnet der Ausgleichszeitraum-Rechner. Alle Grenzwerte mit Paragraph stehen im Überblick Arbeitszeitgesetz in Zahlen.

    Tarifliche Wochenarbeitszeiten (35, 38,5, 39 oder 40 Stunden) sind dagegen Vertragswerte, keine gesetzlichen Grenzen. Wie viele Stunden sie pro Monat ergeben, zeigt der Ratgeber Arbeitsstunden pro Monat.

    Wer den Wochenrechner nutzt

    • Beschäftigte mit Gleitzeit, die ihre Woche gegen das Soll abgleichen, bevor sie ins Zeitkonto geht.
    • Schichtarbeitende, die einen neuen Wochenplan auf Ruhezeiten prüfen wollen.
    • Teilzeitkräfte und Minijobber mit wechselnden Tagen.
    • Schichtleitungen in kleinen Betrieben, die einen Wochenplan vor dem Aushang kontrollieren.
    • Ausbilder, die Berufsschul- und Betriebstage eines minderjährigen Azubis prüfen.

    Typische Fehler

    Dezimal und Minuten mischen

    Wer Tageswerte wie 7,30 (gemeint: 7:30) addiert, landet bei zu wenig Stunden. Der Rechner addiert in Minuten und zeigt erst die Summe dezimal.

    Feiertag als Minusstunden

    Ein leerer Feiertag bei unverändertem Soll erzeugt scheinbare Minusstunden. Soll um den Tageswert kürzen – oder den Stundenzettel nutzen, der Feiertage kennt.

    Nachtschicht in der Zeile des Folgetags

    Steht die Schicht Freitag 22 Uhr bis Samstag 6 Uhr in der Samstagszeile, stimmen die Ruhezeiten nicht. Immer den Tag des Beginns verwenden.

    Wochen über 48 Stunden für unzulässig halten

    Einzelne Wochen dürfen bis 60 Stunden haben, wenn der Durchschnitt stimmt. Umgekehrt ist eine Woche unter 48 Stunden nicht automatisch in Ordnung, wenn ein einzelner Tag 10 Stunden überschreitet.

    Tipps

    • Jede Woche mit „Link kopieren“ als Lesezeichen sichern – der Link enthält alle Einträge.
    • Die CSV-Datei monatlich zusammenführen; sie öffnet sich in Excel mit deutscher Einstellung direkt.
    • Bei zwei Jobs beide Arbeitszeiten in dieselbe Woche eintragen, damit Ruhezeit und Summe stimmen.

    Rechtliche Hinweise

    Geprüft wird nach deutschem Arbeitszeitgesetz (Fassung vom 23.10.2024) bzw. Jugendarbeitsschutzgesetz. Tarifverträge dürfen Ruhezeiten, Pausen und Ausgleichszeiträume abweichend regeln (§ 7 ArbZG); ob Sonntagsarbeit in Ihrer Branche erlaubt ist (§ 10), prüft der Rechner nicht. Die Wochenübersicht ersetzt nicht die Zeiterfassung des Arbeitgebers, zu der er seit dem BAG-Beschluss vom 13.09.2022 verpflichtet ist – mehr dazu im Ratgeber Zeiterfassungspflicht. Keine Rechtsberatung.

    Häufige Fragen

    Wie berechne ich meine Wochenarbeitszeit?

    Für jeden Tag Ende minus Beginn minus Pause rechnen und die Tageswerte addieren – in Stunden und Minuten, nicht als Kommazahlen. Beispiel: 5 Tage à 7:48 h ergeben 39:00 h.

    Wie viele Stunden pro Tag sind 39 Stunden in der Woche?

    Bei 5 Arbeitstagen 39 ÷ 5 = 7,8 h = 7 Stunden 48 Minuten. Bei 4 Arbeitstagen sind es 9,75 h = 9 Stunden 45 Minuten.

    Wie viele Stunden darf ich pro Woche arbeiten?

    Im Durchschnitt 48 Stunden, in einzelnen Wochen bis zu 60 Stunden, wenn der Durchschnitt in 6 Monaten bzw. 24 Wochen wieder eingehalten wird. Das gilt für alle Arbeitsverhältnisse zusammen.

    Warum rechnet das Gesetz mit 6 Tagen, obwohl ich 5 Tage arbeite?

    Das Arbeitszeitgesetz begrenzt die Arbeitszeit je Werktag, und Werktage sind Montag bis Samstag. Der freie Samstag zählt deshalb als Ausgleichstag mit 0 Stunden.

    Warum sind Tage über 8 Stunden nur ein Hinweis und kein Fehler?

    Weil bis zu 10 Stunden am Tag erlaubt sind, wenn der Durchschnitt stimmt. Solange die Woche 48 Stunden nicht übersteigt, ist der Ausgleich rechnerisch bereits in derselben Woche erreicht.

    Was passiert mit Nachtschichten, die am Sonntag enden?

    Die Schicht steht in der Samstagszeile, weil sie dort beginnt. Die Arbeit zwischen 0 und 6 Uhr am Sonntag ist rechtlich trotzdem Sonntagsarbeit.

    Wie trage ich Urlaub oder einen Feiertag ein?

    Lassen Sie den Tag leer und kürzen Sie das Wochen-Soll um die ausgefallene Tagesarbeitszeit. Der Stundenzettel für den ganzen Monat erledigt das automatisch.

    Wie öffne ich die CSV-Datei in Excel?

    Per Doppelklick. Die Datei nutzt Semikolon als Trennzeichen und Komma als Dezimalzeichen – das passt zu Excel und LibreOffice mit deutscher Spracheinstellung.

    Werden zwei Jobs zusammengerechnet?

    Ja. Nach § 2 Abs. 1 ArbZG sind Arbeitszeiten bei mehreren Arbeitgebern zusammenzurechnen. Tragen Sie beide Jobs in dieselbe Woche ein; für die Ruhezeit zählt das Ende des späteren Jobs.

    Gilt die Prüfung auch für Auszubildende?

    Für Auszubildende unter 18 wählen Sie „Jugendliche“: Dann gelten 40 Stunden an höchstens 5 Tagen, längere Pausen und 12 Stunden Freizeit zwischen zwei Arbeitstagen. Volljährige Azubis fallen unter das Arbeitszeitgesetz.

    Fazit

    Der Wochenarbeitszeit-Rechner addiert Ihre Arbeitstage zu einer Wochensumme, vergleicht sie mit dem Soll und prüft Pausen, 10-Stunden-Grenze, Ruhezeiten und Wochengrenzen. Sie tragen Beginn, Ende und Pause je Tag ein und erhalten Summe, Über- oder Minusstunden und eine exportierbare Tabelle.

    Quellen